Gemeinsam können wir alles schaffen

72 Stunden, die man so nicht nochmal erleben möchte. Die Flutkatastrophe in NRW hat vor allem unsere Einrichtung „Am alten Stadttor“ in Bad Münstereifel schwer getroffen. Die Warnung, dass Starkregen kommen wird, ist angekommen, jedoch hat niemand mit solch einem Katastrophenszenario gerechnet. Von Mittwoch 14.7. bis Freitag 16.7. herrschte hier absoluter Ausnahmezustand.

Durch das Übertreten der Erft wurde die Stadt wortwörtlich weggespült. Brücken und Häuser sind eingestürzt, Autos weggeschwommen. Die gesamte Infrastruktur ist zusammengebrochen und somit auch die Wasser-, Strom- und Netzversorgung. Unsere Einrichtung konnte für einige Zeit nur mit Feuerwehrautos erreicht werden. Der Keller und das Erdgeschoss waren geflutet. Größter Respekt an unsere MitarbeiterInnen, die ab Mittwochnachmittag rund um die Uhr im Einsatz waren, um für das Wohl unserer Bewohner zu sorgen. Familien, deren Häuser verwüstet worden waren, fanden in der 1. Etage der Einrichtung kurzfristig Unterschlupf.

Ein Krisenstab, bestehend aus unseren Einrichtungsleitungen und der Verwaltungen wurde gebildet, um über kurze, schnelle Wege Bad Münstereifel zu unterstützen. Der Zusammenhalt ist beispiellos:

  • zahlreiche MitarbeiterInnen anderer Gut Köttenich Einrichtungen sind zur Unterstützung ins Krisengebiet gefahren
  • compassio und Mediko MitarbeiterInnen sprangen ein
  • unsere Haustechniker waren rund um die Uhr im Einsatz und haben getan was möglich war, um Bewohner und MitarbeiterInnen zu sichern, und die Schäden soweit möglich einzudämmen
  • einwandfreie Organisation und Koordination der Medikamente in enger Zusammenarbeit mit der Apotheke – zunächst nach Bad Münstereifel und dann in die Ausweich-Einrichtungen
  • Beschaffung von Betten und Autos über den zentralen Einkauf

Das Engagement, innerhalb der Gut Köttenich Gruppe – egal welche Berufsgruppe, ob Familienangehörige oder freiwillige Helfer – als auch unter den Schwesterunternehmen und der SCHÖNES LEBEN Gruppe, war grenzenlos.

Freitags hat sich die Lage etwas beruhigt, sodass die Bewohner evakuiert werden konnten und nach Gürzenich, Nörvenich, Linnich, Alsdorf, Elsdorf und Königswinter gebracht werden konnten.

Die Geschäftsführung bedankt sich zutiefst bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern all unserer Einrichtungen. Sie haben alle Unglaubliches geleistet um unseren Bewohnern auch während der Katastrophe zur Seite zu stehen und Zuwendung, Versorgung und Pflege zu gewährleisten. Für das Wohl Anderer haben Sie sich zurückgestellt und haben es nicht gescheut über Ihre Grenzen hinaus zu gehen. Die Begriffe Teamgeist und Zusammenhalt haben in dieser Notlage nochmal eine ganz neue Definition bekommen.

Von HERZEN: DANKE für IHRE UNTERSTÜTZUNG!

Unsere Gedanken sind bei all jenen, deren Leben sich schlagartig verändert hat. Wir wünschen allen viel Kraft in diesen schweren Stunden.
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