Ich wollte nicht mehr allein in meiner alten Wohnung leben. Hier ist mein neues Zuhause und ich fühle mich sehr wohl.
Seit April 2024 wohnt Eveline Agrimi im SCHÖNES LEBEN Wolfsburg und ist eine der ersten Bewohnerinnen des Hauses. Sie wirkt lebensfroh, geht freundlich und offen auf andere Menschen zu. Bereits bei der ersten Begegnung spürt man: Sie ist angekommen und glücklich. Noch ein halbes Jahr vor ihrem Umzug sah ihr Leben jedoch ganz anders aus. Zunächst verlor sie ihren Sohn, zwei Monate später musste sie ihren Mann zu Grabe tragen. „Ja, aber das Leben muss weitergehen“, sagt die 79-Jährige.
Eveline Agrimi wurde 1946 im Thüringer Kahla Kreis geboren. Die Nachkriegszeit im sowjetisch besetzten Gebiet war geprägt von Unsicherheit. Ihre Eltern entschieden sich 1961, als Eveline 14 Jahre alt war, mit ihr allein in den Westen Deutschlands zu gehen. Ihre beiden älteren Geschwister waren bereits verheiratet. Da der Mann ihrer Schwester berufliche Verbindungen zur Polizei hatte, war eine Ausreise der gesamten Familie nicht möglich. Eveline und ihre Eltern kamen zunächst in ein Flüchtlingslager nach Berlin-Lichterfelde.
„Das waren kleine Räume mit Doppelstockbetten, Jung und Alt zusammen. Die Toiletten waren draußen und mussten von hunderten Menschen genutzt werden. Die Umstände waren miserabel. Für die Ausreise brauchten wir verschiedene Dokumente der unterschiedlichen Alliierten. Jeden Tag standen wir stundenlang in der Schlange, insgesamt acht Wochen lang.“ Schließlich wurde die Familie nach Hannover ausgeflogen. Ein Onkel, der bereits in Wolfsburg lebte, nahm die drei Geflüchteten bei sich auf. „Wir bekamen dann eine Wohnung, aber es war klar, dass ich schnell arbeiten musste. Möbel hatten wir keine.“
Eveline Agrimi wollte bei Volkswagen arbeiten, was ohne Schulabschluss nicht möglich war. Sie besuchte daher ein Jahr lang eine katholische Abendschule und begann anschließend mit 16 Jahren im Werk zu arbeiten, zunächst als „Mädchen für alles“. „In die Produktion durfte ich noch nicht. Ich arbeitete im Chefbüro, erledigte Papierarbeiten oder kümmerte mich um die Dienstwagen für Geschäftsreisen. Insgesamt habe ich 40 Jahre im Werk gearbeitet. Das hat mir immer große Freude bereitet.“
Später lernte sie ihren ersten Mann kennen, gemeinsam bekamen sie einen Sohn. „Leider verstarb mein Mann an Krebs. Eine Zeit lang lebte ich allein mit meinem Sohn, bis ich meinen zweiten Mann kennenlernte und wir heirateten.“ Mit dem aus Italien stammenden Giuseppe führte Frau Agrimi eine glückliche Ehe. „Alle haben meinen Mann geliebt und immer nach ihm gefragt. Besonders gern erinnere ich mich an unsere Reisen über Weihnachten und Silvester nach Graal-Müritz an die Ostsee. 28 Jahre lang waren wir jedes Jahr dort.“
Im Sommer 2023 verstarb ihr Sohn, zwei Monate später ihr Mann. „Dieses Jahr war schrecklich für mich. Ich möchte gar nicht daran zurückdenken. Mein Mann und ich hatten viele Freunde und Bekanntschaften, doch nach seinem Tod blieben nur wenige Verbindungen bestehen. Kaum jemand meldete sich.“ Die 85m² große Eigentumswohnung in Wolfsburg war plötzlich leer und für Eveline Agrimi allein zu groß.
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Ich konnte nicht einmal mehr im Schlafzimmer schlafen und zog ins Nebenzimmer. Mir war klar, dass ich nicht dort bleiben wollte, auch wenn es eine sehr schöne Wohnung war, die wir 1986 gekauft hatten.
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Ihre Schwiegertochter und deren Schwester unterstützten sie bei der Suche nach einer neuen Bleibe. „Sie informierten sich über betreutes Wohnen oder ähnliche Angebote in Wolfsburg, doch alles war bereits belegt. Ende 2023 erfuhren sie vom Exklusiven Service-Wohnen, das hier entstehen sollte. Wir besuchten gemeinsam den Tag der offenen Tür im November und ich wusste sofort: Auch wenn die Anlage noch nicht fertig war, hier möchte ich wohnen. Meine Wohnung habe ich mir direkt ausgesucht und so lange darauf bestanden, bis die Reservierung bestätigt wurde. So wurde ich die erste Bewohnerin des Hauses.“
Im April 2024 zog Eveline Agrimi in das Exklusive Service-Wohnen ein. „Ich habe hier eine 47m² große Wohnung mit Balkon zum Innenhof. Die Größe ist für mich perfekt. Ich habe meine Eigentumswohnung sowie alle Möbel verkauft und mich komplett neu eingerichtet.“ Der Neustart war perfekt.
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Meine Wohnung fühlte sich schnell wie ein Zuhause an und ich habe rasch Anschluss gefunden.
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Jeden Freitag treffen wir uns zu einer fröhlichen Kartenspielrunde. Besonders gefallen mir die vielen Veranstaltungen im Haus. Hier ist immer etwas los. Wenn im Innenhof Veranstaltungen stattfinden, genieße ich den besten Platz auf meinem Balkon. Manchmal verabreden wir uns auch spontan und beobachten gemeinsam das lebhafte Treiben.“
Auch an Feiertagen ist sie nicht allein. „Dieses Silvester haben wir uns zu acht verabredet. Wir haben Essen im Restaurant bestellt und werden gemeinsam feiern. Niemand muss hier allein sein.“
Das kulinarische Angebot im hauseigenen Claras Restaurant nutzt Eveline Agrimi ebenfalls gern. „Ich habe das Genuss-Paket gebucht und genieße jeden Tag an meinem Stammplatz das abwechslungsreiche Mittagessen. Mein Mann und ich haben schon immer viel frisches Gemüse gegessen. Das ist im Alter besonders wichtig. Dank der Vital-Linie kann ich das weiterhin tun. Frühstück und Abendessen bereite ich mir selbst in meiner Wohnung zu. Das passt perfekt für mich.“ Zu ihrem 80. Geburtstag im nächsten Jahr lädt sie ihre neuen Freunde und Bekanntschaften zum Frühstück ins Restaurant ein.
Auch das pflegerische Angebot des Hauses nimmt sie in Anspruch. „Einmal pro Woche unterstützt mich der Ambulante Dienst bei der Reinigung meiner Wohnung. Einige Dinge traue ich mir nicht mehr zu und diese Hilfe nehme ich gern an. Das habe ich mir verdient. Außerdem nutze ich wöchentlich die Grundpflege. Sollte ich einmal mehr Unterstützung benötigen, ist es beruhigend zu wissen, dass hier alles vorhanden ist.“
Im vergangenen Jahr besuchte sie zudem das SCHÖNES LEBEN Haus in Gotha. „Mit meinen thüringischen Wurzeln wollte ich mir das gern ansehen. Es hat mir sehr gut gefallen, vor allem die direkte Lage am Neumarkt.“
Auf die Frage, was sie Menschen raten würde, die noch zögern, in ein Exklusives Service-Wohnen zu ziehen, antwortet Eveline Agrimi prompt: „Einfach mal anschauen! Es ist wunderschön hier und die Menschen sind sehr nett. Das sollte auch die letzten Zweifler überzeugen.“
