Gute Pflege ist ein Fulltime-Job, den Angehörige nicht leisten sollten. Dass wir als Familie unsere Mutter pflegen, kam für sie nicht in Frage.
Peter Blauth ist der Sohn von Lieselotte Blauth, die seit Anfang 2025 im SCHÖNES LEBEN Wolfsburg wohnt. Zuvor lebte sie allein in ihrem Haus mit Garten am Wolfsburger Stadtrand. Ihr Mann war rund acht Jahre zuvor verstorben.
„Der Haushalt und die Pflege des Gartens wurden für meine Mutter immer beschwerlicher. Wir haben sie so gut es ging unterstützt, aber auf Dauer war das keine Lösung mehr und belastete uns emotional sehr“, erzählt Peter Blauth. Gemeinsam überlegte die Familie, wie es weitergehen könnte. Am liebsten wäre Lieselotte Blauth in ihrer gewohnten Umgebung geblieben, auch um ihre langjährigen Freundschaften weiterhin pflegen zu können. Doch die Möglichkeiten vor Ort überzeugten die Familie nicht. „Dort hätte sie in einer 43 m² großen Wohnung gelebt. Die ganze Einrichtung war veraltet. Außerdem wäre frühestens in fünf Jahren wieder etwas frei geworden.“ Eine andere Lösung musste her. Gemeinsam besuchten Mutter und Sohn eine Mittwochsführung im SCHÖNES LEBEN Wolfsburg.
Lieselotte Blauth lebte sich gut in ihrem neuen Zuhause ein und fühlte sich durch viele gesellige Momente und liebenswerte Nachbarn schnell heimisch. Doch dann zog sie sich einen komplizierten Bruch zu und musste ins Krankenhaus. Seitdem ist sie in ihrer Mobilität eingeschränkt und auf einen Rollator angewiesen.
Nach dem Krankenhausaufenthalt nutzte sie zur weiteren Genesung zunächst die hauseigene Verhinderungspflege im ersten Stock des Haupthauses. Dort hatte sie ihr eigenes Appartement in vertrauter Umgebung, wurde täglich mit Frühstück, Mittag- und Abendessen versorgt und konnte sich rund um die Uhr auf die professionelle, pflegerische Unterstützung des Ambulanten Dienstes verlassen. Auch hier konnte sie ihren Tag selbstbestimmt gestalten, ob in Geselligkeit oder an ihrem persönlichen Rückzugsort.
„Sie war auch nach der Zeit in der Verhinderungspflege weiter auf Pflege angewiesen, deswegen haben wir gemeinsam entschieden, dass meine Mutter noch einmal die Wohnung wechseln sollte, um näher am Ambulanten Dienst zu sein, falls einmal etwas ist. Natürlich wäre die Unterstützung auch in ihrer bisherigen Wohnung möglich gewesen, aber die räumliche Nähe hat uns allen zusätzliche Sicherheit gegeben.“
Auch wenn Peter Blauth in der Nähe wohnt, kann er seine Mutter nicht jeden Tag besuchen. „Wir sind sehr froh, dass wir gemeinsam so schnell eine gute Lösung finden konnten. Das beruhigt einen als Familienmitglied ungemein und schafft irgendwie auch einen inneren Frieden. Man möchte ja einfach nur das Beste für seine Mutter.“
Der Abschied von ihrem früheren Haus fiel Lieselotte Blauth dennoch nicht leicht. Besonders gern empfing sie Freunde und Nachbarn auf ihrer Terrasse. „Hinter dem Grundstück verlief eine Zufahrt. Bei schönem Wetter trafen sich dort oft die Nachbarn, stellten Tische auf, grillten zusammen und tranken ein Glas Wein. Meine Mutter war schon immer sehr aktiv und ein sehr geselliger Mensch. Mottopartys mit Verkleidung, Fasching, Konzerte oder Ausstellungen, dafür war sie immer zu haben. Mein Vater war da ganz anders, der blieb lieber zu Hause.“
Auch wenn sie ihre früheren Freundinnen heute seltener sieht, hat Lieselotte Blauth mit ihrer offenen Art schnell neue Kontakte geknüpft. Beim täglichen Mittagessen im hauseigenen Claras Restaurant hat sie inzwischen ihren festen Stammplatz. Besonders gern mag sie das Salatbuffet und vor allem die Gesellschaft. Hier wird gelacht, gequatscht und genossen.
Auch an den zahlreichen Konzerten und Veranstaltungen im Haus nimmt sie gern teil. Mit anderen Bewohnerinnen verabredet sie sich regelmäßig zum Eisessen oder Kaffeetrinken im Restaurant.
Peter Blauth schätzt besonders das herzliche Miteinander zwischen Bewohnern, Mitarbeitern und Angehörigen. Hier wird man auch mal in den Arm genommen. Es herrscht einfach eine familiäre Atmosphäre. „Meine Mutter kann es manchmal gar nicht fassen, dass hier alle so lieb und freundlich sind. Sie fragt oft: ‚Womit habe ich das verdient, dass alle so lieb zu mir sind‘. Das berührt mich sehr.“
Mindestens einmal in der Woche besucht Peter Blauth seine Mutter. Dann frühstücken sie gemeinsam in ihrer schönen Wohnung und fahren anschließend zusammen einkaufen. „Wenn unser Haus barrierefrei gewesen wäre, hätten wir auch darüber nachdenken können, sie zu uns zu holen. Der Platz wäre da, aber es wären große Umbauarbeiten nötig gewesen. Und bei aller Fürsorge, die man als Familie selbst leisten kann, ist es doch beruhigend, zusätzlich professionelle Unterstützung zu haben. Für beide Seiten. Für meine Mutter war eine Pflege durch uns keine Option.“
Auf die Frage, was seiner Mutter im SCHÖNES LEBEN Wolfsburg wohl am besten gefällt, muss Peter Blauth nicht lange überlegen: „Dass alles so hell und freundlich ist. Das schöne Ambiente hat ihr von Anfang an gefallen. Und natürlich die freundlichen Mitarbeiter. Das sagt sie immer wieder.“
