Ich wollte, dass meine Eltern sich sicher fühlen und gut aufgehoben sind.
Gabi Zeitsch erzählt nicht ihr eigenes Leben. Sie erzählt das ihrer Eltern, die als Paar ins SCHÖNES LEBEN Gotha am Neumarkt im Jahre 2021 zogen. Als Tochter hat sie ihre Mutter und ihren Vater über viele Jahre begleitet – in guten Zeiten, in Phasen der Veränderung und schließlich bei der Entscheidung für ein neues Zuhause. „Man wächst in diese Rolle hinein“, sagt sie. „Nicht, weil man es plant, sondern weil man Verantwortung übernimmt.“
Wenn Gabi Zeitsch heute über diese Zeit spricht, erinnert sie sich an viele Details. Sie war Ansprechpartnerin, Organisatorin, Begleiterin – und immer Tochter. Die Entscheidung für Unterstützung, für Sicherheit und für ein Leben mit Struktur traf sie gemeinsam mit ihrem Schwager, ihren Schwestern und ihren Eltern. Rückblickend weiß sie: Es war eine der schwersten Entscheidungen für alle.
Ihre Eltern waren 84 Jahre alt, als sie begannen, über einen neuen Lebensabschnitt nachzudenken. Nicht, weil sie es wollten, sondern weil die gesundheitlichen Umstände es forderten. Gabi Zeitschs Mutter war Dialysepatientin, ihr Vater verlor zunehmend seine Sehkraft. Die Neubauwohnung, in der sie viele Jahre glücklich lebten, war modern, aber isoliert – und ihr Alltag wurde ohne Hilfe immer schwieriger. Einkaufsmöglichkeiten waren weit entfernt, Wege wurden zunehmend beschwerlicher. „Es ging irgendwie noch“, erinnerte sich Gabi Zeitsch. „Aber wir wussten alle: Es wird nicht besser.“
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Wir mussten handeln – nicht irgendwann, sondern jetzt.
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Der entscheidende Impuls kam aus der Familie. Gabi Zeitschs Schwager, dessen Mutter bereits positive Erfahrungen gemacht hatte, erzählte vom Exklusiven Service-Wohnen in der Innenstadt Gothas. Ein Beratungsgespräch folgte – offen, herzlich und ohne Druck. „Das war wichtig“, erinnert sich Gabi Zeitsch. „Meine Eltern wollten selbst entscheiden und das Konzept des Hauses überzeugte uns alle.“ Nach dem Gespräch entschieden sich ihre Eltern ganz bewusst für ein Zuhause in der historisch geprägten Innenstadt – mit kurzen Wegen zum regionalen Wochenmarkt, zur Bank und zu Arztterminen.
Die ersten Wochen und Monate waren eine Umstellung. Ein neues Umfeld, neue Gesichter, neue Abläufe. Doch nach einigen Monaten kamen sie immer mehr in ihrem neuen Apartment an. „Sie kamen nicht nur räumlich, sondern auch innerlich hier an.“ Das Personal wurde vertraut, Nachbarn und andere Bewohner zu Bekannten. Aus Fremde wurde Alltag und immer mehr gelebte Lebensfreude.
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Mein Vater stand jeden Tag unten und wartete auf meine Mutter.
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Es sind diese kleinen Bilder, die geblieben sind. Der Vater, der gern im Haus unterwegs war und neue Bekanntschaften pflegte, holte seine Frau aus der gemeinsamen Wohnung pünktlich zur gleichen Uhrzeit im Foyer ab, um mit ihr Kaffeetrinken zu gehen. Ihr Alltag war unterschiedlich, aufgrund der Umsorgung, auf die Gabis Mutter als Dialysepatientin angewiesen war. Und doch waren die gemeinsamen Treffen im Margarethe Restaurant eine schöne Abwechslung. So auch die Gespräche mit anderen Bewohnern, ein freundlicher Gruß hier, ein kurzer Austausch dort. „Die älteren Damen fanden das immer so rührend“, erzählt Gabi Zeitsch und lacht. „Das Team vor Ort ist so nett. Seien es die Jungs in der Küche, die für das Margarethe Restaurant kochen, der Resident Manager Daniel König oder die beiden Damen am Empfang, Tina und Nicole.“
Auch Aktivitäten gehörten zum Leben im Haus dazu: Veranstaltungen, gemeinsames Kaffeetrinken, Hochbeete im Innenhof. Ihr Vater half mit, schrieb noch selbst die Beschriftung auf das liebevoll gepflanzte Beet, solange es noch ging. „Es gibt vor Ort vielseitige Freizeitangebote, wo Bewohner zusammenkommen und eine tolle Zeit verbringen.“
Im neuen Zuhause kochte die Mutter für die Familie, die regelmäßig zu Besuch war und im Haushalt aushalf. Es gab Graubensuppe oder eine deftige Borschtsch-Suppe, die Gabi Zeitsch und ihren Schwestern heute fehlen. „Das vermissen wir sehr“, sagt sie. „Wir reden immer davon, dass wir das Rezept unbedingt nachkochen müssen.“
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Ich wusste immer: Wenn etwas ist, ist jemand da.
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Für Gabi Zeitsch war vor allem bei dem Einzug ihrer Eltern eines entscheidend: Sicherheit. Zu wissen, dass ihre Eltern nicht allein und gut aufgehoben sind. Dass jemand nach ihnen schaut und ein Anruf vor Ort genügt. „Wenn ich sie mal nicht erreicht habe, habe ich unten an der Rezeption angerufen und sofort ist jemand hochgegangen.“
Ein Sturz, Fieber, Krankenhausaufenthalte – Situationen, in denen sich zeigte, wie wertvoll Verlässlichkeit ist. „Ich habe nie das Gefühl gehabt, wir werden allein gelassen.“
Die Familie war eng in den Alltag der Eltern eingebunden. Als sich Gabis Eltern für ein Leben bei SCHÖNES LEBEN Gotha entschieden, bedeutete das für alle eine spürbare Entlastung. „Es war schön“, sagt sie rückblickend. „Weil immer jemand da war – und wir auch in ihrem neuen Zuhause unsere Rituale weiterleben konnten.“
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Der 70. Hochzeitstag meiner Eltern war ein Geschenk für uns alle.
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Ein Höhepunkt – und rückblickend ein Abschied – war der 70. Hochzeitstag ihrer Eltern. Eine große Feier mit 45 Gästen. Kinder, Enkel, Verwandte. „Mein Vater sagte: Egal, wie es uns geht, wir machen das noch einmal.“
Ein Vierteljahr später verstarb die Mutter. Danach ging alles schnell. Auch von ihrem Vater musste sie sich verabschieden.
Innerhalb eines Jahres verlor sie beide Eltern. Die Trauer ist ein leiser Begleiter im Alltag von Gabi Zeitsch, doch das Haus in Gotha ist als Begegnungsstätte für sie geblieben. Das frühere Zuhause ihrer Eltern ist noch bis heute ein Ort, zu dem sie liebend gern zurückkehrt, nachdem sie mit dem Ausräumen der elterlichen Wohnung Abschied genommen hat.
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Ich gehe immer noch gern dorthin und schaue, wie es allen geht.
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Gabi Zeitsch kommt bis heute regelmäßig in das Exklusive Service-Wohnen. Auf einen Kaffee im Margarethe, zu den regelmäßigen Veranstaltungen und jetzt auch mit ihren Freundinnen zum Champagnerfrühstück am Frauentag. Dadurch, dass sie das Team und auch die Bewohner so gut kennt und ins Herz geschlossen hat, wird sie auch auf der Straße oder bei Veranstaltungen erkannt, freundlich begrüßt oder für einen kurzen Plausch angehalten. „Man gehört dazu“, sagt sie. „Das hört nicht einfach auf.“
Für sie ist klar: Diese Entscheidung war absolut richtig für ihre Eltern und für die ganze Familie. „Ein gutes Leben endet nicht, weil man Unterstützung braucht“, sagt sie. „Es verändert sich nur.“ Und manchmal ist es genau diese Veränderung, die es wieder leichter macht und zu mehr Lebensfreude und Sicherheit im Alltag führt.
Daher legt sie Angehörigen ans Herz, sich frühzeitig für ihre Eltern umzuschauen und gemeinsam einen Besichtigungstermin zu vereinbaren – nicht erst dann, wenn der akute Bedarf bereits da ist. „Das Haus ist wunderschön. Es war die beste Entscheidung für meine Eltern gewesen.“ Der richtige Zeitpunkt spielt dabei eine entscheidende Rolle: Je früher man sich informiert und gemeinsam plant, desto besser lassen sich persönliche Wünsche, Selbstbestimmung und ein hohes Maß an Lebensqualität bewahren.
