Unsere Freundschaft im Alter ist ein Geschenk, das uns die Einsamkeit nimmt. Wir sind dankbar, dass wir uns gefunden haben.
Manchmal endet etwas, ohne dass wir es wollen – und gerade darin kündigt sich ein neuer Anfang an mit neuen, ungeahnten Überraschungen. Genau an diesem Punkt standen Renate Herling (86) und Marlies Poblotzki (84), zwei Frauen, deren Leben reich an Geschichten, Freundschaften und Glück, aber auch Verlusten und Einsamkeit war. Sie kamen unabhängig voneinander ins SCHÖNES LEBEN Gladbeck im Zentrum. Nach einem Krankenhausaufenthalt infolge eines Sturzes besuchte Frau Herling zunächst die Verhinderungspflege, während Frau Poblotzki die Tagespflege des Hauses genoss. Was zu Beginn für beide nur als vorübergehende Lösung gedacht war, entwickelte sich Schritt für Schritt zu ihrem neuen Leben: zu Geborgenheit, zu Lebensfreude, zu einem Zuhause – und zu einer tiefen Freundschaft, die beide Damen in ihrem Alltag sehr schätzen und pflegen. Heute, in zwei gemütlichen Sesseln sitzend, erinnern sich die beiden Freundinnen daran, wie sie ins Exklusive Service-Wohnen kamen.
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Am Anfang war es eine große Umstellung, doch ich lebte mich hier wunderbar ein.
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Für Frau Herling war der erste Schritt Richtung Exklusives Service-Wohnen mit großer Unsicherheit verbunden. Das vertraute Haus mit Garten zurückzulassen, in dem so viele Erinnerungen, so viele Jahre, so viele kleine Rituale lebten, ist kein leichter Weg. Zuvor war sie woanders zur Kurzzeitpflege, wo es ihr überhaupt nicht gefiel. „Auch wenn sich die Menschen vor Ort Mühe gaben, ich fühlte mich sehr alleingelassen“, erinnerte sie sich. Als sie zum ersten Mal zu SCHÖNES LEBEN Gladbeck kam, fühlte es sich ungewohnt an, beinahe so, als würde sie in ein Leben hineinsehen, das noch nicht ihres war. Sie war zunächst zur Verhinderungspflege hier, mit der Idee, dass dies nur eine begrenzte Zeit sein würde. Doch je länger sie blieb, je mehr menschliche Wärme sie erlebte, je mehr Begegnungen mit den anderen Bewohnern und Mitarbeitern des Standortes sie hatte, desto stärker begann sich in ihr ein neues Gefühl auszubreiten: ein Einfinden, eine wachsende Sicherheit, das Gefühl, gesehen zu werden und ankommen zu dürfen.
„Ich musste erst warm werden“, sagte sie. Doch nach einigen Monaten fühlte es sich an, als würde sich endlich ein Schalter umlegen. Die Bewohner und Mitarbeiter um sie herum, die Fürsorge, die netten Gespräche, das gemeinsame Lachen, ihre schön eingerichtete Wohnung, das herzliche Miteinander, das hier so selbstverständlich gelebt wird, ließen sie spüren: „Ich werde hier gesehen. Ich bin hier herzlich willkommen und Teil dieser Gemeinschaft. Das ließ mich ankommen.“
So wurde aus einem zeitlich begrenzten Aufenthalt in der Verhinderungspflege eine bewusste Entscheidung, ins Exklusive Service-Wohnen zu wechseln. Renate Herlings Begeisterung über ihr neues, wunderschönes eingerichtetes Apartment mit alten, stilvollen Möbeln, motivierte auch ihre Freundin Marieles Poblotzki, sich ebenfalls eine Wohnung im Haus zu nehmen. Aus der anfänglichen Unsicherheit wuchs Vertrauen, aus Heimweh entstand das gute Gefühl, endlich in einem neuen Zuhause angekommen zu sein.
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Ich brauchte wieder Menschen um mich herum. Die Freundschaft mit Renate war genau das, was ich suchte.
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Auch Frau Poblotzki, bringt ein reiches Leben mit sich: gelebte Partnerschaft, Familie, Reisen, soziales Engagement, viel Herz und viel Stärke – und dann jene Phasen, die das Alter oft schmerzlich mit sich bringt: Abschiede, Verluste, stiller werdende Tage, Einsamkeit, die sich in das Leben schleicht und irgendwann schwer auf den Schultern liegt.
Sie kam über die Tagespflege ins SCHÖNES LEBEN Gladbeck. Anfangs zwei Mal pro Woche auch mit einer gewissen Distanz, mit dem Gedanken, es sei eine Unterstützung, eine Entlastung für den Alltag – nicht mehr und nicht weniger. Doch sehr schnell merkte sie, dass dieser Ort mehr ist als Versorgung, mehr als Struktur. Sie erlebte eine fröhliche Gemeinschaft, spürte Zugehörigkeit, fand wieder Gespräche, die bedeutsam waren, Begegnungen, die nicht oberflächlich blieben und Menschen, die ihr das Gefühl gaben, wichtig zu sein, weiterhin gesehen und gebraucht zu werden.
Sie erlebte, dass hier nicht nur Umsorgung stattfindet, sondern Lebensfreude, ein abwechslungsreicher Alltag und Gemeinschaft – und dass man hier nicht reduziert wird auf das, was man nicht mehr kann, sondern gestärkt wird in dem, was möglich ist.
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Als wir uns zum ersten Mal gegenübersaßen, hat es sofort Klick gemacht. Wir haben uns sofort verstanden.
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Und dann gab es diesen einen, unscheinbar wirkenden Moment: den Augenblick, in dem sich die beiden Damen zum ersten Mal begegneten. Sie saßen sich in der Tagespflege gegenüber. „Da war sofort dieses Gefühl von Vertrautheit da“, bestätigten beide. „Wir begannen uns nett zu unterhalten und es war sofort klar, dass wir uns auf Anhieb sehr gut verstanden.“
Mit jedem Gespräch, mit jedem gemeinsamen Lachen, mit jeder geteilten Erinnerung wuchs das Band zwischen den beiden Frauen und ein tiefes Verständnis für das Leben des anderen. „Ich habe viel Trauriges erlebt. Deswegen ist es so interessant, dass nicht nur ich diese Wehmut am Morgen verspüre, sondern auch Renate“, schmunzelt die 78-Jährige. „So verstehen wir uns eben“, antwortet Frau Herling.
Heute leben beide im Exklusiven Service-Wohnen bei SCHÖNES LEBEN. Sie genießen Komfort, das köstliche Essen im Willms Restaurant, die Nähe zur Innenstadt, die Tagespflege und die kulturellen Veranstaltungen des Hauses. Sei es eine Vernissage, ein spannender Fachvortrag oder die jährliche Karnevalsfeier.
Für Angehörige bedeutet ihre Geschichte eine wichtige Erkenntnis:
Verhinderungspflege ist kein Abschied, kein letzter Schritt. Sie kann ein Anfang sein. Sie gibt Orientierung und macht Mut. Frau Poblotzki betont: „Für mich war es wichtig, dass meine Familie, meine Tochter mir die Entscheidung überließ.“ Frau Herling fügt hinzu: „Ich finde es wichtig, dass es hier einen Ort gibt, an dem man nicht nur gut umsorgt, sondern auch eingebunden wird.“
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Wir sind angekommen – nicht nur hier, sondern wieder im Leben.
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Heute fühlen sich Frau Herling und Frau Poblotzki angekommen. Nicht nur räumlich in ihren schönen Wohnungen, sondern auch innerlich. Sie verbringen ihre Tage nicht mehr in Einsamkeit, sondern können sich jederzeit aufeinander freuen. „Wir machen auch mal was unabhängig voneinander, keine Sorge“, scherzen die beiden lachend. Und so wurde aus zwei Wegen, die sich erst spät im Leben begegneten, ein neuer Abschnitt, der mehr Freude und Geselligkeit in den Alltag bringt, der trägt und Halt gibt.
